Apotheke – Kreuzplatz

Die Apotheke geht zurück auf die Gründung des aus Wangen im Allgäu stammenden Johann Fidel Mayer, der 1794 in der Hauptstraße 73 eine Apotheke einrichtete. Dies war die erste Spaichinger Apotheke. Sein Sohn Franz Karl führte die Apotheke ab 1834 in dem Haus am Kreuzplatz weiter, das seine Mutter für ihn erworben hatte. Er verkaufte 1842 die Apotheke an Johann Benedikt Müller aus Neresheim. Über drei Generationen blieb die Apotheke in der Familie Müller, bis Karl Müller 1926 kinderlos verstarb. Alfred Keil, der seit einigen Jahren bereits in der Apotheke tätig war, übernahm diese und kaufte sie schließlich 1929. Im Jahr 1966 übernahm seine Tochter Liselotte die Apotheke, die sie bis zum Abriss des Hauses 1972 und dann in dem an Stelle des abgerissenen Gebäudes erbauten Neubaus (zwischen Kreuzplatz und Marktplatz) bis vor einigen Jahren weiterführte. Das alte Apotheken-Gebäude hatte in einer Nische unter dem Giebel eine hölzerne Nepomuk-Statue aus dem 18. Jahrhundert stehen. Diese soll aus einer Anna-Kapelle am Kreuzplatz stammen und war nach Abriss des Gebäudes in der Apotheke aufgestellt. Heute ist sie als Leihgabe von Liselotte Keil im Gewerbemuseum, Abteilung „Kirche und Volkfrömmigkeit“ zu besichtigen. (siehe Festschrift 200 Jahre Apotheke Keil, 1994 von L. Keil.)

2018-07-31T17:38:24+00:00