Zigarrenfabrik J. Butsch

Der Dürbheimer Kaufmann Johann Butsch brachte 1872 die Tabakverarbeitung als wichtigen Produktionszweig nach Spaichingen. Er lernte im Rahmen seiner Tätigkeit im Badischen die dort bereits heimische Tabakindustrie kennen. Zwar war es in seiner Heimat auf Grund klimatischer und geologischer Gegebenheiten nicht möglich, Tabak von guter Qualität anzubauen, doch Arbeitskräfte gab es genug. Er brachte sein Wissen, die ersten Arbeitsgeräte und Arbeitskräfte mit nach Spaichingen und produzierte zunächst in einem Gebäude an der Hauptstraße/Ecke Webergasse (später Schuhfabrik Rapp, heute in einem modernen Gebäude Friseurgeschäft). Butsch hatte so viel Erfolg, dass er nach vier Jahren 50 Leute, 1892 bereits 100 Leute beschäftigte. Das neue Gebäude in der Charlottenstraße (erbaut von dem berühmten Industriearchitekten Manz, später Forschner) bezog Butsch im Jahr 1906. Im selben Jahr entstand eine Filiale in Dürbheim. 1925 endete die Ära Butsch. Ehemalige Mitarbeiter hatten aber inzwischen die Zigarrenherstellung mit den Firmen Winker und Reiber (1907) und Braun & Co (1925) weiter in Spaichingen etabliert. Die Fa. Burger kam erst 1928 mit der Herstellung von Schweizer Stumpen nach Spaichingen (Übernahme der Fa. Winker & Reiber auf dem Scheibenbühl).

2018-07-30T17:10:30+00:00