In Spaichingen gab es Ende des 19. Jahrhunderts drei Trikotwaren-Fabriken: Boldt & Rupp (später „Mechanische Trikotfabrik Spaichingen“) in Hofen, Hagen & Merz und Manz & Haller. Manz & Haller waren bis zu einem Großbrand 1912 auf Kirchwiesen (in der Nachbarschaft zur Möbelfabrik Gustav Bühler, die ebenfalls abbrannte). Nach dem Brand produzierten Manz & Haller anschließend bis 1957 im Balgheimer Schloß, das Paul Haller 1919 gekauft hatte. Die Trikotfabriken produzierten nicht nur die Stoffe, sondern stellten auch die Unterwäsche her, das belegen Zeitungsanzeigen der Spaichinger Trikotfabriken, in denen im Heuberger Boten laufend „Näherinnen“ gesucht werden. Strumpfweber gab es in Spaichingen schon Anfang des 19. Jahrhunderts (siehe dort). Die Zentren der Süddeutschen Trikotfabrikation waren vor allem im Hohenzollerischen um Ebingen und Tailfingen, in Reutlingen und in Stuttgart, sowie in der Bodenseegegend.