Schulhaus Bahnhofstraße

Erbaut 1895 als Lösung für die seit Längerem herrschende Raumnot der Volks-, Latein-, Real- und Collaboraturschule, die in verschiedenen Gebäuden in der Nähe der Stadtpfarrkirche untergebracht waren. Das Gebäude wurde von Stadtbaumeister Bader nach dem Vorbild der Ebinger Mädchenschule entworfen. Der zunächst zweigeschossige Bau wurde 1913 wegen des steigenden Raumbedarfs um ein weiteres Stockwerk erweitert. Die Lateinschule (altsprachlicher Zug des Gymnasiums) existierte damals schon nicht mehr, sie wurde wegen Schülermangels 1911 aufgelöst. Die Realschule (naturwissenschaftlicher Zug des Gymnasiums) war ein Progymnasium, das bis zur Mittleren Reife in Spaichingen besucht werden konnte. Bis 1968 gingen die Schüler, die Abitur machen wollten, anschließend auf ein Rottweiler oder Tuttlinger Gymnasium.
Bis 1959 waren alle Schularten und bis zum Bau der ersten Kindergärten auch der Kindergarten in dem Gebäude untergebracht. Nach Umzug der katholischen Volksschule und der staatlichen Grund- und Hauptschule in die neu erbaute Schillerschule 1959 konnte das gesamte Gebäude durch das Progymnasium (seit 1968 Vollgymnasium) genutzt werden. Nach dem Umzug des Gymnasiums 1974 in das neue Gymnasium an der Sallancher Straße zog die neu gegründete, bisher in der Schillerschule untergebrachte Realschule in das Schulgebäude in der Bahnhofstraße. Durch zahlreiche Erweiterungsbauten wurde seither den steigenden Schülerzahlen Rechnung getragen. (af, Infos HBr 1995, Lothar Weber)

2018-07-30T18:03:00+00:00